Praxis für Ergotherapie Daniela Leiber
Praxis für ErgotherapieDaniela Leiber

 

Tiergestützte Therapie ist grundsätzlich für Menschen aller Altersgruppen geeignet.

 

Eine sehr wichtige Voraussetzung für die tiergestützte Therapie ist, dass die Klienten den Kontakt mit dem Tier möchten oder zulassen und dass die Therapieziele durch diese spezielle Therapieform weiterhin verfolgt werden können.

 

Ein besonderer Effekt für die Therapie kann sein, dass „therapieresistente/-erschöpfte“ oder verhaltensauffällige Klienten (z.B. aufgrund langjähriger Therapie) einen neuen Anreiz durch das Tier bekommen, die herkömmliche Therapie rückt aus Patientensicht in den Hintergrund. Der Therapeut hat somit mittelbar einen Zugang durch das „Medium Tier“.


Im Speziellen eignet sich die tiergestützte Therapie auch beispielsweise für Menschen mit Depressionen, Patienten mit chronischen Schmerzzuständen, drogenabhängige Klienten oder bei der Rehabilitation nach Unfällen.

 

 

 

„Mit einem kurzen Schweifwedeln

kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken,

als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede."

(Louis Armstrong)

 

  

 

 

Welche Effekte zeigt die Therapie mit Tieren ?

 

  • Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz, Kreislaufstabilisation
  • Biochemische Veränderungen und neuro-endokrineWirkungen: Schmerzverringerung, Beruhigung und euphorisierende Effekte durch Freisetzung von Beta-Endophinen
  • Verbesserung von Gesundheitsverhalten: Motivation, motorische Aktivierung, Bewegung an frischer Luft, Muskulaturtraining, Aktivierung der Verdauung, Anregung zu besserer Ernährung/Körperpflege, Reduzierung von Übergewicht/Alkohol- und Nikotingenuss, Förderung von Regelmäßigkeit/Tagesstruktur
  • Praktische/technische Unterstützung: Arbeits- und Aufgabenerleichterung, Führung und Leitung (besonders für Blinde und Gehörlose), Schutz und Sicherheit

 

  • Kognitive Anregung und Aktivierung: Lernen über Tiere und Tierhaltung, Anregung des Gedächtnisses, Austausch und Gespräch mit anderen Menschen, Konzentration, Aufmerksamkeitssteigerung, Lern- und Reaktionsfähigkeit kann gesteigert werden
  • Förderung emotionalen Wohlbefindens: Akzeptiertwerden, Geliebtwerden, Zuwendung, Bestätigung, Trost, Ermunterung, Zärtlichkeit, Intensität, spontane Zuneigung und Begeisterung usw.
  • Förderung von positivem Selbstbild, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein: konstante Wertschätzung, Erfahrung von Autorität und Macht, Bewunderung erfahren, Gefühl gebraucht zu werden, Verantwortung übernehmen, Bewältigungskompetenz erleben usw.
  • Förderung von Kontrolle über sich selbst und die Umwelt: Kontrollerfahrungen in Pflege, Versorgung, Führung und erreichtem Gehorsam, Zutrauen schöpfen, Aufbau von Alltagsstrukturen
  • Förderung von Sicherheit und Selbstsicherheit, Reduktion von Angst: unbedingte Akzeptanz, konstante  und kontinuierliche Zuneigung von Seiten des Tieres, unkritische Bewunderung, unbedrohliche und belastungsfreie Interaktionssituationen usw.chologische Stressreduktion, Beruhigung und Entspannung: Wahrnehmungs- und Interpretationsveränderung von Belastung, gelassenere Stressbewertung, Trost und Beruhigung, Aufwertung kleiner Freuden usw.
  • Psychologische Wirkung sozialer Integration: Geborgenheit, Erfahrung von Nähe, Gemeinsamkeit usw.
  • Regressions-, Projektions- und Entlastungsmöglichkeit: stilles Zuhören, Identifikationsmöglichkeit und Projektionsfläche usw.
  • Antidepressive Wirkung, antisuizidale Wirkung: Förderung von Aktivität, Verantwortung, Bezogenheit und Verbundenheit, Freude, Lebendigkeit, Spontanität und Spaß erleben usw.

 

  • Aufhebung von Einsamkeit und Isolation: Tierkontakt selbst, Herstellung von Kontakt/Eisbrecher, sozialer Katalysator
  • Minderung von Sprachstörungen: Hemmungen den Tieren gegenüber sind gering
  • Nähe, Intimität, Körperkontakt: Erleben von Beziehungen und Verbundenheit, Empathie
  • Streitschlichtung, Familienzusammenhalt: Entstehen von Gesprächsstoff und Zusammengehörigkeit
  • Vermittlung von positiver sozialer Attribution: Sympathie, Offenheit, Unverkrampftheit usw.

 

Zusätzlich können viele bestehende Therapieziele, wie beispielsweise die Verbesserung der Fein- und Grobmotorik durch gezielte Übungen mit dem Tier gefördert werden.

 

 

 

„Ich habe große Achtung

vor der Menschenkenntnis meines Hundes.

Er ist schneller und gründlicher als ich."
(Otto von Bismarck)